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Erklärvideo · 2:15

Kangen-Wasser — Erklärvideo

Was hinter dem Trend steckt

Erklärvideo · 2:15 · KI-Stimme, Fotos mit KI animiert

Kurzes Erklärvideo: Was hinter dem Namen «Kangen» steckt, warum der pH-Wert aus dem Ionisierer nicht stabil bleibt und was die Wissenschaft zu den Werbeversprechen rund um ionisiertes Wasser sagt. Mit Sprechtext zum Nachlesen.

Veröffentlicht im Oktober 2026

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Sprechtext

Kangen-Wasser: was hinter dem Trend steckt.

«Kangen» bezeichnet keinen Wassertyp, sondern Ionisierer des japanischen Herstellers Enagic. Das Gerät am Wasserhahn filtert Leitungswasser vor und trennt es per Elektrolyse: basisch zum Trinken, sauer zum Reinigen.

Die Geräte haben mehrere Stufen: von etwa pH 2,5 bis etwa pH 11. Die Extremstufen sind laut Hersteller kein Trinkwasser. Zum Trinken sind pH 8,5 bis 9,5 vorgesehen.

Der pH-Wert aus dem Gerät ist real, aber flüchtig. Es gibt kaum zusätzliche Mineralstoffe, die ihn halten. Kohlendioxid aus der Luft zieht ihn zurück Richtung neutral, je nach Lagerung in Stunden bis wenigen Tagen. Bei natürlich basischem Mineralwasser halten Mineralstoffe aus dem Gestein den Wert stabil.

Rund um ionisiertes Wasser heisst es oft: bessere Aufnahme durch angeblich kleinere «Wassercluster», antioxidative Wirkung, Unterstützung des Säure-Basen-Haushalts, mehr Energie und Wohlbefinden. Wissenschaftlich belegt ist keines davon.

Der Magen arbeitet mit etwa pH 1,5 bis 3,5 und neutralisiert basisches Wasser weitgehend. Den pH-Wert im Blut hält der Körper konstant zwischen 7,35 und 7,45, unabhängig davon, was man trinkt.

Wasser ist ein Lebensmittel, kein Heilmittel. Leicht basisches Wasser von pH 8 bis 9,5 gilt für gesunde Erwachsene als unbedenklich. Wer nierenkrank ist oder regelmässig Medikamente nimmt, bespricht das am besten vorab ärztlich.

Basisches Wasser gibt es auch ohne Gerät, zum Beispiel Piz Sardona aus der Castelsquelle in Mels. Nach rund zwölf Jahren im Gestein wird es mit pH 8,0 gefasst, gestützt auf Hydrogencarbonat, Calcium und Magnesium. Der Wert ist Teil des Wassers, kein Zustand auf Zeit.

Mehr dazu in der Piz Sardona Akademie.

Piz Sardona

Basisches Mineralwasser mit pH 8,0 aus der Castelsquelle in Mels — zwölf Jahre durch das Gestein der Sardona-Alpen gefiltert.

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