Kurzes Erklärvideo: Wo der Piz Sardona liegt, warum die Tektonikarena Sardona UNESCO-Welterbe ist und wie aus Schmelzwasser und Niederschlag in rund zwölf Jahren das Wasser der Castelsquelle wird. Mit Sprechtext zum Nachlesen.
Veröffentlicht im Oktober 2026
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Piz Sardona: der Berg hinter dem Wasser.
Der Piz Sardona, auf Deutsch Surenstock, ist 3056 Meter hoch. Er liegt dort, wo sich die Kantone Sankt Gallen, Glarus und Graubünden treffen.
Er gibt einem UNESCO-Welterbe seinen Namen: der Tektonikarena Sardona. Seit 2008 steht sie auf der Welterbeliste, als eine der wenigen Stätten weltweit, die allein wegen ihrer Geologie ausgezeichnet wurden.
Im Zentrum steht die Glarner Hauptüberschiebung. Normalerweise liegen jüngere Gesteine über älteren. Hier ist es umgekehrt: Bei der Alpenfaltung wurden ganze Gesteinspakete über viele Kilometer übereinandergeschoben. Kaum ein anderer Ort zeigt so klar, wie Gebirge entstehen.
Was hat der Berg mit Mineralwasser zu tun? In den Sardona-Alpen, auf über 2000 Metern über Meer, versickern Schmelzwasser und Niederschlag. Rund zwölf Jahre ist das Wasser im Gestein unterwegs, bis es in Mels aus der Castelsquelle gefasst wird: ein natürlich basisches Mineralwasser mit pH 8,0.
Auf dem Weg in die Tiefe wirkt das Gebirge wie ein natürlicher Filter. Das Gestein hält Partikel zurück, das Wasser löst Mineralstoffe, etwa Calcium und Hydrogencarbonat aus Kalkgestein oder Sulfat aus sulfatführenden Schichten.
Auffallend sind der tiefe Natriumgehalt von 4 Milligramm pro Liter und der vergleichsweise hohe Sulfatwert von 265 Milligramm: beides Spuren der Gesteinsschichten. Mit 540 Milligramm pro Liter ist das Wasser insgesamt moderat mineralisiert.
Tiefe und Dauer des Wegs schützen das Wasser vor Einflüssen an der Oberfläche. Der Piz Sardona ist damit beides: ein geologisches Lehrstück und der Ursprungsort eines Wassers, dessen Charakter im Berg selbst entsteht.
Mehr dazu in der Piz Sardona Akademie.
Piz Sardona
Basisches Mineralwasser mit pH 8,0 aus der Castelsquelle in Mels — zwölf Jahre durch das Gestein der Sardona-Alpen gefiltert.
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