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Erklärvideo · 1:59

Pestizide im Mineralwasser — Erklärvideo

Warum das Einzugsgebiet entscheidet

Erklärvideo · 1:59 · KI-Stimme, Fotos mit KI animiert

Kurzes Erklärvideo: Wie Pestizide und ihre Abbauprodukte ins Grundwasser gelangen, warum Rückstände aus natürlichem Mineralwasser nicht herausgefiltert werden dürfen und was das Einzugsgebiet von Piz Sardona ausmacht. Mit Sprechtext zum Nachlesen.

Veröffentlicht im Oktober 2026

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Sprechtext

Pestizide im Mineralwasser: warum das Einzugsgebiet entscheidet.

In der Landwirtschaft sind Pestizide Pflanzenschutzmittel: Herbizide gegen Unkraut, Fungizide gegen Pilze, Insektizide gegen Insekten. Im Boden zerfallen sie in Abbauprodukte. Manche davon gelangen bis ins Grundwasser.

Regen spült Wirkstoffe und Abbauprodukte durch den Boden in die Tiefe. Aus Dünger entsteht im Boden Nitrat: kein Pestizid, aber ebenfalls eine Folge intensiver Landwirtschaft. Ein Verbot stoppt den Eintrag, nicht das, was schon im Untergrund ist.

Das bekannteste Beispiel ist das Fungizid Chlorothalonil. Seit 2020 darf es nicht mehr angewendet werden. Seine Abbauprodukte aber sind geblieben: In Ackerbaugebieten liegen sie an rund 65 Prozent der Messstellen über 0,1 Mikrogramm pro Liter.

Natürliches Mineralwasser wird von Niederschlag gespeist. Liegt das Einzugsgebiet einer Quelle in einer Ackerbauregion, können die Stoffe auch die Quelle erreichen. Rückstände herauszufiltern ist bei natürlichem Mineralwasser nicht erlaubt: Es muss schon an der Quelle rein sein.

Darum entscheidet das Einzugsgebiet. Für Chlorothalonil hält die Eawag fest: Grundwasser mit höher gelegenem Einzugsgebiet ohne Ackerbau ist vermutlich nicht oder nur geringfügig belastet.

Das Wasser von Piz Sardona versickert über 2000 Metern über Meer, in einem Gebiet ohne Äcker, Gemüse- und Obstkulturen und ohne Reben. Danach ist es rund zwölf Jahre im Gestein unterwegs. Nach Angaben der Mineralquellen Mels AG sind darin keine Pestizide nachweisbar, wie es für jedes natürliche Mineralwasser verlangt ist.

Mehr dazu in der Piz Sardona Akademie.

Piz Sardona

Basisches Mineralwasser mit pH 8,0 aus der Castelsquelle in Mels — zwölf Jahre durch das Gestein der Sardona-Alpen gefiltert.

Unser Wasser