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Erklärvideo · 2:00

Artesisches Wasser — Erklärvideo

Wenn die Quelle von selbst steigt

Erklärvideo · 2:00 · KI-Stimme, Fotos mit KI animiert

Kurzes Erklärvideo: Wie artesisches Wasser unter Druck gerät, wann es ohne Pumpe ausfliesst, warum es als gut geschützt gilt und weshalb «artesisch» kein Gütesiegel ist. Mit Sprechtext zum Nachlesen.

Veröffentlicht im Oktober 2026

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Sprechtext

Artesisches Wasser: wenn die Quelle von selbst steigt.

Artesisches Wasser ist Grundwasser unter Druck. Sobald eine Bohrung ihm den Weg öffnet, steigt es von selbst nach oben. Der Name geht auf die Landschaft Artois zurück, wo schon im 12. Jahrhundert solche Brunnen gebohrt wurden.

Drei Bedingungen müssen zusammenkommen: eine durchlässige Gesteinsschicht, dichte Schichten darüber und darunter und ein Einzugsgebiet, das deutlich höher liegt als Brunnen oder Quelle. Das eingeschlossene Wasser «will» auf die Höhe seines Einzugsgebiets steigen.

Sprudelt es immer von selbst? Nein. Ohne Pumpe fliesst es nur aus, wenn das Druckniveau über der Erdoberfläche liegt. Sonst verkürzt der Druck nur die Förderhöhe: Eine Pumpe bleibt nötig.

Artesisches Wasser gilt als gut geschützt. Die Deckschicht wirkt wie ein Deckel, und solange Wasser im Bohrloch aufsteigt, kann von oben nichts nachsickern. Absolut ist dieser Schutz aber nicht: Die Deckschicht muss dicht sein und die Fassung sauber ausgebaut.

«Artesisch» ist kein Gütesiegel. Das Wort beschreibt den Druck im Untergrund, nicht die Mineralisierung oder Reinheit. Ein artesisches Wasser kann sehr rein sein. Gesünder ist es aber nicht per se.

Natürliches Mineralwasser muss aus einem unterirdischen Vorkommen stammen, das vor Verunreinigung geschützt ist. Überdeckte Vorkommen unter Druck erfüllen das besonders gut, ein artesischer Ursprung ist aber keine Voraussetzung. Es kommt auf den Schutz an, nicht auf den Druck.

Das Wasser der Castelsquelle in Mels versickert über 2000 Metern über Meer. Rund zwölf Jahre ist es im Fels unterwegs. Am Ende ist es ein natürlich basisches Mineralwasser mit pH 8,0.

Mehr dazu in der Piz Sardona Akademie.

Piz Sardona

Basisches Mineralwasser mit pH 8,0 aus der Castelsquelle in Mels — zwölf Jahre durch das Gestein der Sardona-Alpen gefiltert.

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