Kurzes Erklärvideo: Wie destilliertes Wasser entsteht, warum kleine Mengen für gesunde Erwachsene unbedenklich sind, was hinter dem Mythos vom «Zellplatzen» steckt und warum es als Dauergetränk trotzdem nicht taugt. Mit Sprechtext zum Nachlesen.
Veröffentlicht im Oktober 2026
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Kann man destilliertes Wasser trinken? Gefährlich oder bloss unnötig?
Destilliertes Wasser entsteht, indem Wasser verdampft und der Dampf wieder kondensiert wird. Mineralstoffe und Salze bleiben dabei zurück. Verkauft wird es üblicherweise als technisches Wasser für Haushaltsgeräte. Schon das deutet an: Als Getränk war es nie gedacht.
Ist es gefährlich, davon zu trinken? Kleine Mengen sind für gesunde Erwachsene unbedenklich. Kritisch würde es erst bei sehr grossen Mengen in kurzer Zeit. Das gilt allerdings für jedes Wasser. Bei Beschwerden oder Unsicherheiten, etwa bei Nierenerkrankungen, fragt man am besten die Ärztin oder den Arzt.
Das oft zitierte «Zellplatzen» ist ein Mythos mit wahrem Kern. Im Labor nehmen rote Blutkörperchen in reinem Wasser durch Osmose Wasser auf und können platzen. Beim Trinken kommt das nie zustande: Das Wasser mischt sich innert Sekunden mit Speichel und Mageninhalt. Die Laborbeobachtung ist korrekt, ihre Übertragung aufs Glas Wasser nicht.
Als Dauergetränk taugt es trotzdem nicht: Ihm fehlen sämtliche Mineralstoffe und damit auch der Geschmack. Und Ware aus Baumarkt oder Drogerie ist ein technisches Produkt, nicht als Lebensmittel hergestellt.
Natürliches Mineralwasser ist gewissermassen das Gegenmodell: Auf dem Weg durchs Gestein nimmt es Mineralstoffe auf, die sein Profil und seinen Geschmack prägen.
Das zeigt die Castelsquelle in Mels. Rund 12 Jahre wird ihr Wasser im Gestein gefiltert. So entsteht Piz Sardona, mit 87 Milligramm Calcium und 35 Milligramm Magnesium pro Liter. Insgesamt: 540 Milligramm Mineralstoffe pro Liter. Den Unterschied zu destilliertem Wasser kann man messen und schmecken.
Mehr dazu in der Piz Sardona Akademie.
Piz Sardona
Basisches Mineralwasser mit pH 8,0 aus der Castelsquelle in Mels — zwölf Jahre durch das Gestein der Sardona-Alpen gefiltert.
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