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Erklärvideo · 2:35

Darf Mineralwasser gefiltert werden? — Erklärvideo

Was erlaubt ist — und was nicht

Erklärvideo · 2:35 · KI-Stimme, Fotos mit KI animiert

Kurzes Erklärvideo: Welche Verfahren bei natürlichem Mineralwasser erlaubt sind, warum Aktivkohlefilter nicht dazugehören und was für Piz Sardona gilt. Mit Sprechtext zum Nachlesen.

Veröffentlicht im Oktober 2026

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Sprechtext

Darf Mineralwasser gefiltert werden? Was erlaubt ist — und was nicht.

Leitungswasser darf aufbereitet werden, damit es einwandfrei aus dem Hahn kommt. Für natürliches Mineralwasser gilt das Gegenteil: Es muss schon im Untergrund so rein sein, dass es nichts braucht, um trinkbar zu werden. Das Gesetz nennt das ursprüngliche Reinheit.

Erlaubt sind nur wenige, eng umschriebene Verfahren: Dekantieren und Filtrieren, etwa um Eisen- oder Manganverbindungen abzutrennen, Kohlensäure entziehen oder zusetzen, Fluorid senken. Verboten ist jede Desinfektion. Leitungswasser dagegen darf auch mit Aktivkohle, UV-Licht oder Chlor aufbereitet werden.

Auch feinen Filtern sind Grenzen gesetzt. Mikrofilter dürfen bei natürlichem Mineralwasser nur Partikel wie Gesteinsteilchen entfernen. Poren unter 0,8 Mikrometer verändern den Keimgehalt und sind unzulässig. So hat es das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen 2025 präzisiert.

Aktivkohle bindet gelöste Stoffe, darunter Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. In der Trinkwasseraufbereitung ist das bewährt. Für natürliches Mineralwasser ist es nicht erlaubt: Pestizide und ihre Abbauprodukte dürfen darin gar nicht vorkommen, und ihre Entfernung ist nicht vorgesehen, hält das Bundesamt fest. Mit Aktivkohle gefiltertes Wasser darf verkauft werden, nur nicht als natürliches Mineralwasser.

Dieselbe Logik gilt in der EU: Auch dort ist jede Desinfektion verboten. Ursprüngliche Reinheit lässt sich nicht herstellen. Sie muss vorhanden sein.

Auch für Piz Sardona gilt: Was in der Flasche ist, muss schon an der Quelle so sein. Die stille Sorte kommt ohne zugesetzte Kohlensäure in die Flasche. Den prickelnden Sorten wird Kohlensäure zugesetzt, eines der wenigen erlaubten Verfahren.

Umso mehr zählt der Ursprung. Das Wasser versickert über 2000 Metern über Meer, in einem Gebiet ohne Äcker, Gemüse- und Obstkulturen und ohne Reben. Danach ist es rund zwölf Jahre im Gestein unterwegs. Nach Angaben der Mineralquellen Mels AG sind darin keine Pestizide nachweisbar, so wie es die ursprüngliche Reinheit von jedem natürlichen Mineralwasser verlangt.

Mehr dazu in der Piz Sardona Akademie.

Piz Sardona

Basisches Mineralwasser mit pH 8,0 aus der Castelsquelle in Mels — zwölf Jahre durch das Gestein der Sardona-Alpen gefiltert.

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