Kurzes Erklärvideo: Wie eine «Wasservergiftung» entsteht, warum es mehr auf die Geschwindigkeit als auf die Tagesmenge ankommt, warum Durst bei Gesunden ein verlässliches Signal ist und wer besonders aufpassen sollte. Mit Sprechtext zum Nachlesen.
Veröffentlicht im Oktober 2026
Zum ArtikelSprechtext
Kann man zu viel Wasser trinken? Warum es auf die Geschwindigkeit ankommt.
Die kurze Antwort: ja. Aber es braucht dafür aussergewöhnliche Mengen. Wer normal trinkt, bleibt weit davon entfernt.
Trinkt jemand in kurzer Zeit deutlich mehr, als die Nieren verarbeiten können, verdünnt sich das Blut, der Natriumspiegel sinkt. Sinkt er deutlich, verschiebt sich Wasser in die Zellen, auch in jene des Gehirns, die dadurch anschwellen können. Umgangssprachlich heisst das «Wasservergiftung».
Auf die Geschwindigkeit kommt es mehr an als auf die Tagesmenge. Als grobe Orientierung: Gesunde Nieren können etwa einen Liter pro Stunde ausscheiden. Dokumentierte Fälle betreffen fast immer mehrere Liter innert weniger Stunden.
Bei gesunden Erwachsenen ist Durst ein verlässliches Signal. Er meldet sich lange vor einem relevanten Mangel. Für «Entgiften» durch viel Trinken gibt es keine Grundlage.
Am besten dokumentiert ist das Risiko im Ausdauersport. Dazu kommen Erkrankungen von Nieren, Herz oder Leber, Medikamente, die den Wasser- oder Salzhaushalt beeinflussen, und krankhaft gesteigertes Trinken. Wer chronisch krank ist oder regelmässig Medikamente nimmt, sollte die Trinkmenge mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen.
Mögliche Warnzeichen nach sehr grossen Trinkmengen: Kopfschmerzen, Benommenheit, Übelkeit und Erbrechen, Verwirrtheit, Muskelschwäche oder Krämpfe. Dann braucht es umgehend ärztliche Hilfe, aber kein weiteres Wasser: Es verschärft das Problem.
Für Gesunde genügt eine Faustregel: nach Durst trinken, zu den Mahlzeiten ein Glas und bei Hitze oder Bewegung moderat mehr. Vorsicht ist einzig bei extremen Mengen auf einmal angebracht.
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Piz Sardona
Basisches Mineralwasser mit pH 8,0 aus der Castelsquelle in Mels — zwölf Jahre durch das Gestein der Sardona-Alpen gefiltert.
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